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Elisa Hoven

Feine Risse

Angebot22,00 €

Was passiert, wenn jemand schuldig ist – aber das Urteil trotzdem falsch?

Elisa Hoven kennt diese Fälle nicht aus dem Lehrbuch, sondern aus dem Gerichtssaal. In „Feine Risse" lässt sie ihre Strafverteidigerin Eva Herbergen durch acht solcher Grenzfälle navigieren: ein Kind stirbt bei einem Autounfall, eine Entführung endet nur durch Folter, am Filmset fällt ein Schuss. Hoven schildert das alles ohne erhobenen Zeigefinger – und genau das macht es so verstörend. Denn am Ende fragt man sich nicht, wer schuldig war. Sondern was Gerechtigkeit überhaupt bedeutet, wenn die Wahrheit komplizierter ist als jedes Urteil.

Über den Autor

Elisa Hoven

Prof. Dr. Elisa Hoven, 1982 in Berlin geboren, ist Professorin für Strafrecht an der Universität Leipzig und Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof. Sie studierte Rechtswissenschaft an der Freien Universität Berlin, in Nijmegen und Cambridge und war als Gastwissenschaftlerin in Berkeley, Harvard, Sydney und Phnom Penh tätig.

Sie schreibt regelmäßig für Die Zeit und Die Welt und wird als Expertin in TV-Sendungen eingeladen. Was sie von anderen Strafrechtsprofessorinnen unterscheidet: Sie schreibt auch Romane – und beweist damit, dass juristische Präzision und erzählerische Kraft kein Widerspruch sind.

In „Feine Risse" führt Hoven ihre Leserin ins Dickicht der Zufälligkeiten bei der Entstehung von Straftaten. Die Ursachen verstecken sich oft tief in einer Vorgeschichte – und liegen manchmal so nahe, dass sie umso leichter übersehen werden. Ihre Protagonistin, die Strafverteidigerin Eva Herbergen, begegnet Fällen, in denen Recht und Gerechtigkeit manchmal verschiedene Wege gehen – darunter ein Autounfall mit tödlichem Ausgang, eine Entführung, die durch den Einsatz von Folter beendet werden sollte, und eine Erschießung am Filmset. Sicherheit ist Illusion, ein Urteil bleibt immer nur eine Annäherung an die Wahrheit.