
Kazuo Ishiguro
Klara und die Sonne
Was macht einen Menschen aus – und was bleibt davon, wenn eine Maschine ihn perfekt imitieren kann?
Kazuo Ishiguro, Nobelpreisträger für Literatur und einer der großen Erzähler unserer Zeit, stellt diese Frage nicht als Dystopie, sondern als stille Beobachtung: durch die Augen von Klara, einer künstlichen Freundin, die im Schaufenster sitzt, Menschen betrachtet und dabei mehr versteht als die meisten von ihnen.
Der Mann, der mit „Was vom Tage übrigblieb" das Innenleben der Verdrängung kartografiert hat, wendet denselben Blick nun auf künstliche Intelligenz – und schreibt dabei den vielleicht menschlichsten Roman über eine Maschine, den es gibt. Von Liebe, Opfer und der Angst vor dem Vergessen – in einer Sprache so klar und so still, dass man die Erschütterung erst merkt, wenn das Buch längst zugeklappt ist.
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