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Jina Khayyer

Im Herzen der Katze

Angebot25,00 €

»Anhand von drei Generationen iranischer Frauen, die im Wahnsinn der großen Geschichte gefangen sind, hinterfragt Jina Khayyer mit kraftvollem Atem die Vorstellungen von Exil, Erbe und Emanzipation.« Leïla Slimani

Es ist Nacht in Südfrankreich. Jina sitzt an ihrem Schreibtisch, das Telefon in der Hand. Im Sekundentakt aktualisiert sich ihr Instagram-Feed. Sie liest: »Jina Mahsa Amini wurde in Teheran von der Sittenpolizei ins Koma geprügelt.« Im nächsten Moment begreift sie: Die junge Frau, die so heißt wie sie, ist tot. Im Feed folgen die Bilder: der Protestzug Tausender Menschen auf den Straßen, Mädchen und Frauen, die ihre Haare unverdeckt tragen, darunter auch Jinas Schwester Roya und ihre Nichte Nika.


Was als Versuch beginnt, die Gegenwart zu begreifen, wird zur Reise in die Vergangenheit. Denn die Ereignisse wecken in Jina Erinnerungen an ihre eigenen Aufenthalte im Iran: an die Gastfreundschaft der Menschen, den reich gedeckten Tisch der Tanten, die Begegnungen im Sammeltaxi, den Roadtrip zu Zarathustras Feuertempel in Yazd - und an eine geheime Liebe. Aber auch an die Proteste während der Grünen Bewegung 2009, an denen Jina teilnahm und die zur einschneidenden Lebenserfahrung wurden.

Im Herzen der Katze ist eine Familien- und Liebesgeschichte, die Vorstellungen von Nationalität und Zugehörigkeit, von Frausein und Freiheit hinterfragt. Mit poetischer Intensität erzählt Jina Khayyer von Mut, Solidarität und Verantwortung und vom Nachklingen einer Heimat, die sich nicht abschütteln lässt.


Über den Autor

Jina Khayyer

Jina Khayyer, 1975 geboren, ist Schriftstellerin, Dichterin, Malerin und Journalistin. Sie studierte Malerei am Bauhaus in Dessau und anschließend an der Deutschen Journalistenschule in München. Als Journalistin berichtet sie weltweit über Mode, Kunst und Gesellschaft – für das ZEITmagazin, die französische Libération und internationale Magazine wie The Gentlewoman und Fantastic Man.

In „Im Herzen der Katze" verbindet Khayyer ihre eigene Geschichte als Deutsche mit iranischen Wurzeln mit den Ereignissen des Septembers 2022 im Iran: In der Nacht, in der Jina Mahsa Amini von der Sittenpolizei getötet wird, telefoniert sie mit ihrer Schwester Roya, die in den Iran zurückgekehrt ist.

Die Erinnerung reißt sie zurück in das Jahr 2000 – an ihre Reise durch den Iran, die Suche nach den eigenen Wurzeln, die kleinen Rebellionen der Frauen und die große Gefahr, die damit einhergeht.

Der Roman stand auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2025 und wurde mit dem Preis des Hamburger Literaturhauses ausgezeichnet.