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Tahsim Durgun

Mama, bitte lern Deutsch

  • Unser Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft
Angebot18,00 €

Manchmal werden Träume wahr. Das beweist die Autobiografie von Tahsim Durgun in zwei Aspekten: Er wollte Spiegel-Bestsellerautor werden und einen deutschen Pass besitzen. Beides hat er geschafft. Zu Recht.

In Mama, bitte lern Deutsch erzählt Tahsim davon, wie er sich – um zweiteren Traum zu erfüllen – mit den Hürden der deutschen Bürokratie herumschlagen musste. Und nebenbei die deutsche Sprache in all ihren Facetten perfektionierte. Das spürt man in diesem Buch.

In zehn Kapiteln beschreibt er mithilfe von Begriffen seiner Lieblingsdisziplin, der Grammatik, und humorvollen Anekdoten die innige und doch teils schwierige Beziehung zu seiner Mutter und zu Deutschland. Dabei liefert er seinen ganz eigenen Blick auf ein Land, das es ihm nicht immer leicht gemacht hat.

Entstanden ist ein Buch, das berührt. Und eines, das Brücken baut. Zwischen dem Türkischen und dem Deutschen. Zwischen Jugendsprache und Beamtendeutsch. Zwischen Rassismus und Akzeptanz.

Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte dies schleunigst tun. Es dauert nicht lange und danach hat man Deutschland ein Stück weit besser verstanden. Und mit Sicherheit ist es ein wundervolles Geschenk für diejenigen, die Influencer Tahsim sonst nur über den Bildschirm verfolgen.

 

Über den Autor

Tahsim Durgun

Tahsim Durgun wuchs in einer Hochhaussiedlung in Oldenburg auf, als Sohn kurdisch-jesidischer Flüchtlinge. Heute begeistert er auf Social Media Hunderttausende Follower mit seinen Videos über die deutsche Gesellschaft und das postmigrantische Leben – und wurde 2024 mit dem Grimme-Publikumspreis, dem Blauen Panther und dem Creator of the Year Award ausgezeichnet.

Was ihn von anderen Stimmen seiner Generation unterscheidet, ist das Handwerkszeug: kein Opfernarrativ, kein erhobener Zeigefinger – Zynismus ist sein Instrument, mit dem er Sachverhalte seziert, die andere nur empört kommentieren.

In „Mama, bitte lern Deutsch" erzählt Durgun, wie er noch vor dem Ende der Grundschule Abschiebebescheide für seine Mutter entziffert, sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen begleitet und Aldi-Kataloge am Fliesentisch vorliest. Das Buch war elf Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste – und hat damit etwas geschafft, das in der Integrationsdebatte selten gelingt:

Es hat Menschen zum Lesen gebracht, die eigentlich keine Meinung mehr hören wollten.