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Julian Nida-Rümelin

Der Epochenbruch

Angebot12,00 €

Schon seit vielen Jahren zeichnet sich die Erosion der bisherigen liberalen, regelbasierten und werteorientierten internationalen Ordnung ab, und spätestens seit der erneuten Wahl von Donald Trump nimmt sie rasant Fahrt auf.

Die Rede ist von einer Vorkriegszeit und Europa erscheint ratlos. Die hektischen Versuche, durch eine massive Aufrüstung in Deutschland wieder handlungsfähig zu werden, verdecken das Fehlen einer europäischen Strategie.

Europa droht zwischen den großen Weltmächten zerrieben zu werden. Denn die internationale Politik ist seit jeher von Visionen, Werten und nationalen Identitäten gesprägt: Während in den USA ein öffentlich ausgetragener Titanenkampf zwischen Liberalen, Neo-Konservativen, Realisten und Libertären stattfindet, werden in Russland und China, den beiden anderen großen Akteuren der internationalen Politik, neue Konzeptionen der internationalen Politik entwickelt, die darauf gerichtet sind, die Dominanz des Westens zu brechen.

Julian Nida-Rümelins Essay trägt zu gedanklicher Klarheit in Zeiten großer Konfusion bei, skizziert die Vision einer multipolaren, aber kooperativen Weltordnung und plädiert für eine Rückkehr zu einer ethisch fundierten Realpolitik der Friedenssicherung.

Über den Autor

Julian Nida-Rümelin

Julian Nida-Rümelin, 1954 in München geboren, ist Professor für Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und zählt zu den bedeutendsten öffentlichen Intellektuellen Deutschlands.

Als ehemaliger Staatsminister für Kultur und Medien unter Bundeskanzler Gerhard Schröder verbindet er wie kaum ein anderer akademische Strenge mit politischer Praxis. Sein Werk umfasst grundlegende Beiträge zur Ethik, Rationalitätstheorie und Humanismusforschung – stets mit dem Anspruch, Philosophie aus dem Elfenbeinturm in den gesellschaftlichen Diskurs zu tragen.

In seinem neuen Buch „Epochenbruch" stellt Nida-Rümelin die Frage, die unsere Zeit mehr als jede andere umtreibt: Stehen wir vor einem zivilisatorischen Wendepunkt – und wenn ja, wie gestalten wir ihn?

Mit philosophischer Präzision und historischer Weitsicht analysiert er, wie technologischer Wandel, der Zerfall politischer Gewissheiten und eine tiefe kulturelle Orientierungslosigkeit zusammenwirken und was ihnen entgegengesetzt werden kann. Das Buch ist ein dringlicher Appell für ein erneuertes humanistisches Denken als Kompass in unruhigen Zeiten.