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Theo Baker

How to Rule the World

  • An Education in Power at Stanford University (Englisch)
Angebot29,80 €

Hewlett-Packard. Google. Nvidia. Netflix. PayPal. Instagram…Nahezu alle Namen des Silicon Valley haben Ihren Ursprung im selben Nucleus: Der Stanford Universität in Palo Alto, südlich von San Francisco. Die Universität mit dem deutschen (!) Motto "Die Luft der Freiheit weht" pflegt 2023 ein makelloses Image - akademische Excellenz auf Weltniveau, das Budget 2-3 Mal höher als Harvard oder Oxford, geführt von Marc-Tessier Lavigne, einem Ausnahmeforscher der Neurowissenschaften.

In dieses Umfeld kommt der Autor, der 17 jährige Theo Baker Baker technikbegeisterter Programmierer. Schnell begeistert sich der Sohn zweier Journalisten für die Studentische Zeitung The Stanford Daily und beginnt hinter die Fasse der Universität zu blicken. Statt akademische Exzellenz findet er eine Kultur der Abkürzungen, Studenten mit unbegrenztem Zugang, geblendet durch das Venture Capital und die Milliardäre des Silicon Valley und mit minimalen Leitplanken. Oder wie Theo Baker schreibt: „A system that embraces just a little bit of fraud“. In der Erwartung, dass diese Talente bald selbst zur herrschenden Klasse gehören.

Dazu passt, dass Baker im Lebenslauf des Uni-Präsidenten Marc Tessier-Lavigne auf nie berichtete Vorwürfe zu manipulierten Daten in Studien aus zwei Jahrzehnten stößt. Einen Monat nach Studienbeginn: anonyme Briefe, Observationen, vertrauliche Quellen. Hochkarätige Anwaltskanzleien und PR-Teams werden auf seine Recherche angesetzt. Was nach einem Thriller klingt ist der Beginn einer waren Geschichte, bei der am Ende der Präsident zurücktritt und Theo Baker wird zum jüngsten Träger des George Polk Awards wird.

Ein Buch über die Frage, was passiert, wenn Geld, Prestige und Macht eine Institution so lange abschirmen, bis der Journalismus eines Erstsemesters sie zu Fall bringt. Derzeit nur auf Englisch verfügbar, aber sehr anschaulich geschrieben und dadurch sehr gut lesbar.

 

Über den Autor

Theo Baker

Theo Baker hat Journalismus buchstäblich im Blut: Sein Vater Peter Baker ist Star-Korrespondent der New York Times, seine Mutter Susan Glasser Kolumnistin des New Yorker. Er selbst wurde zum jüngsten Empfänger des renommierten George Polk Award – dem wichtigsten Investigativjournalismus-Preis der USA – und sein Werk ist in The Atlantic, New York Magazine und der New York Times erschienen. Das alles, wohlgemerkt, als Erstsemester.

Mit 17 Jahren kam Baker als technikbegeisterter Programmierer ans Stanford – und entdeckte statt akademischer Freiheit eine Kultur, die Abkürzungen feierte, Übermaß und Zugang in die Hände von Jugendlichen legte und kaum Sicherheitsmechanismen kannte. Als Student der Universitätszeitung bekam er einen Hinweis auf den Universitätspräsidenten Marc Tessier-Lavigne – und grub so lange, bis er gefälschte Daten in neurowissenschaftlichen Studien nachwies. Tessier-Lavigne musste zurücktreten. In „How to Rule the World" erzählt Baker, wie Silicon-Valley-Investoren die vielversprechendsten Studienanfänger bereits im ersten Semester auf Yachtpartys und in geheimen Seminaren rekrutieren – lange bevor diese überhaupt wissen, was sie können. TIME nannte es eine „Gen-Z-Moralgeschichte"; Apple Books kürte es zum besten Buch des Monats.