
Stefan Kolev
Wohlstand für Junge
Brain Drain war bislang ein Phänomen der Entwicklungsländer – nun betrifft es Deutschland.
Der Ökonom Prof. Stefan Kolev, Leiter des Ludwig-Erhard-Forums in Berlin, warnt vor den Folgen der Auswanderung junger Menschen – zunehmend nach Polen, Rumänien und Bulgarien. Dort gebe es „das Gefühl, dass sich sehr viel bewegt“, sagte Kolev im Interview mit meinem Kollegen Christian Schlesiger.
In seinem Buch Wohlstand für die Jungen erzählt Kolev eine etwas andere Wirtschaftsgeschichte. Selbst gebürtiger Bulgare, beschreibt er darin die Geschichte zweier Männer: Der eine, Tomasz, kehrt nach Polen zurück, seine Eltern sind in den 90er Jahren von dort nach Leipzig eingewandert. Der andere, Eric, zieht sich in eine innere Emigration zurück, fährt sein gesellschaftliches Engagement zurück und wählt Randparteien.
Was Kolevs Analyse so besonders macht: Der Ökonom kombiniert Fakten zu Auswanderung, Steuern, Rente und Gesellschaft mit der fiktiven Geschichte der zwei Protagonisten.
Christian Schlesiger, Wirtschaftschef bei The Pioneer, empfiehlt das Buch und sagt:
„Ökonomie ist nicht nur trockene Theorie, sondern lebendige Realität. Kolev hat das auf inspirierende Weise zusammengefasst.“
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