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Daniel Kehlmann

Tyll

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Mit Tyll hat Erfolgsautor Daniel Kehlmann einen Schelmenroman über den freiheitsliebenden Gaukler Tyll Ulenspiegel verfasst – und das vor dem grausamen Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges. Nachdem Tylls Vater von den Jesuiten als Hexer angeklagt und getötet wird, sucht der Junge allein sein Glück in der Welt.

Er wird Gaukler und Seiltänzer und zieht als solcher durch die vom Krieg zerstörten Landschaften. Dabei begegnet er sowohl der leidenden, armen Landbevölkerung als auch den historisch mächtigen Figuren dieser Epoche – Könige, Gelehrte und religiöse Eiferer. Sie alle haben eines gemeinsam: von Tyll fühlen sie sich gleichermaßen unterhalten wie irritiert.

Pioneer Redakteurin Lea-Katharina Krause empfiehlt das Buch sehr, denn:

Tyll ist eine düstere Geschichte voll Hunger, Tod und Gewalt. Doch sie handelt auch davon, in einer solchen Welt den Spaß nicht zu verlieren. Um diese Zweischneidigkeit herum spinnt Daniel Kehlmann ein Werk über die Kunst der Inszenierung, die Freude am Makabren, Partnerschaft und Durchhaltevermögen – und nebenbei ein aufschlussreiches Panorama des Dreißigjährigen Kriegs.

 

Über den Autor

Daniel Kehlmann

Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren und in Wien aufgewachsen, studierte Philosophie und Germanistik in Wien und zählt heute zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren seiner Generation. Mit „Die Vermessung der Welt" gelang ihm 2005 eines der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit – in 40 Sprachen übersetzt, millionenfach verkauft, später verfilmt.

Kehlmann lehrt regelmäßig an amerikanischen Universitäten, darunter der New York University und der Carnegie Mellon University, und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Kleist-Preis und dem WELT-Literaturpreis. Er ist ein Erzähler, der historische Stoffe mit gegenwärtiger Dringlichkeit auflädt – und dabei nie den Witz verliert.

In „Tyll" kehrt Kehlmann ins 17. Jahrhundert zurück – in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der Europa entvölkerte und verwüstete wie kein Konflikt zuvor. Im Zentrum steht Tyll Ulenspiegel, der legendäre Narr und Gaukler, der durch ein zerrissenes Land zieht und dabei alles überlebt: Schlachten, Pest, den Wahnsinn der Mächtigen.

Kehlmann erzählt nicht linear, sondern in Bildern – jedes Kapitel ein eigenes Gemälde – und schafft damit einen Roman, der so gegenwärtig klingt wie seine Vorlage alt ist. Ein Buch über Krieg, Überlebenswillen und die einzige Freiheit, die man einem Narren nicht nehmen kann: die Wahrheit zu sagen.