
Daniel Kehlmann
Tyll
Mit Tyll hat Erfolgsautor Daniel Kehlmann einen Schelmenroman über den freiheitsliebenden Gaukler Tyll Ulenspiegel verfasst – und das vor dem grausamen Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges. Nachdem Tylls Vater von den Jesuiten als Hexer angeklagt und getötet wird, sucht der Junge allein sein Glück in der Welt.
Er wird Gaukler und Seiltänzer und zieht als solcher durch die vom Krieg zerstörten Landschaften. Dabei begegnet er sowohl der leidenden, armen Landbevölkerung als auch den historisch mächtigen Figuren dieser Epoche – Könige, Gelehrte und religiöse Eiferer. Sie alle haben eines gemeinsam: von Tyll fühlen sie sich gleichermaßen unterhalten wie irritiert.
Pioneer Redakteurin Lea-Katharina Krause empfiehlt das Buch sehr, denn:
Tyll ist eine düstere Geschichte voll Hunger, Tod und Gewalt. Doch sie handelt auch davon, in einer solchen Welt den Spaß nicht zu verlieren. Um diese Zweischneidigkeit herum spinnt Daniel Kehlmann ein Werk über die Kunst der Inszenierung, die Freude am Makabren, Partnerschaft und Durchhaltevermögen – und nebenbei ein aufschlussreiches Panorama des Dreißigjährigen Kriegs.
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